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Port Elizabeth 2004/2

Port Elizabeth 2004 Teil 2

 

Wenn wir schon einmal in Südafrika sind und noch einen Mietwagen haben, war es für uns ein absolutes muss die 800 Kilometer auf der Garden Route nach Kapstadt zu fahren. Wie sagt man so schön; der Weg ist das Ziel. Das trifft in diesem Fall zu 100% zu. Wir fuhren zusammen mit Birgit und Boris auf der N2 am Tsitsikamma Nationalpark vorbei, weiter Richtung Knysna nach Mossel Bay bis in die Kapregion nach Stellenbosch. Alle diese Orte haben, durch welche wir auf der Anreise nur durchgefahren sind, werden wir bei der Rückreise nach PE besichtigen. In Stellenbosch wollten wir eigentlich auf Empfehlung von Adriaan unser Quartier beziehen, haben uns aber aufgrund der Ausstattung der Zimmer (1 Stern ist noch zuviel) anders entschieden. So fuhren wir weiter Richtung Kapstadt. Da wir keinen Plan hatten wo wir eigentlich hin- geschweige den durchfahren wollten, haben wir auch prompt einen Umweg gemacht. Wir sind vor dem Tafelberg Richtung Süden abgebogen und über Kirstenbosch und Hout Bay nach Kapstadt gefahren. Dies war unser Glück. So machten wir uns in der Camps Bay auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Natürlich gefiel es uns hier sehr gut. Ist ja schliesslich eine noble Gegend in Kapstadt. Wir hatten das Glück und konnten uns ein doch noch bezahlbares Appartment gönnen. Kapstadt hat uns im ersten Augenblick mit seiner Schönheit und Vielseitigkeit fast erschlagen. Da wir inklusive An- und Abreise nur 3 Tage Zeit hatten, war uns klar nicht alles sehen zu können, was Kapstadt und die Umgebung zu bieten haben. Wir wollten trotzdem so viel wie möglich von dieser Stadt aufsaugen. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir in der Stadt und an der Waterfront, gingen auf den Signal Hill und genossen das Ambiente und das Flair, welches diese einmalige Stadt ausstrahlt. Am nächsten Morgen fuhren wir an das Kap der Guten Hoffnung. Diesen Tagesausflug haben wir bei unserer zweiten Kapstadtreise vom Mai 2008 genau beschrieben. Nach der Rückkehr vom Kap haben wir den Nachmittag auf unserer Terrasse ausklingen lassen und den fantastischen Sonnenuntergang genossen. Am darauffolgenden Morgen haben wir schon wieder unsere Rückreise nach PE angetreten. Der gesamte Weg nach PE war gespickt mit landschaftlichen Highlights. Die Garden Route wird nicht umsonst ausführlich in jedem Reiseführer erwähnt. Einen Stopp, welchen man unbedingt einlegen muss, haben wir in Knysna gemacht. Die Stadt befindet sich in einer Lagune und ist die Heimat von vielen Künstlern und Handwerkern. Ihre Kunst verkaufen diese an der Waterfront. Knysna ist vor allem durch seine Lage ein Ort welchen man aufsuchen soll. Leider blieb uns nicht mehr Zeit diese Stadt zu erkunden, denn wir wollten noch einen weiteren Stopp im Tsitsikamma Nationalpark einlegen. Hier machten wir einen Halt am höchsten Bungy Jump der Welt. Wer möchte, kann sich hier 216 Meter in die Tiefe stürzen. Unser eigentliches Ziel war hier der Stormriver mouth. Diesen Teil des Parks kann ich nur schwer beschreiben. Man muss es gesehen und gespürt haben. Im Sonnenuntergang das Meer, die Brandung und hinter einem die Wildnis Afrikas. Das ist Spirit.

Port Elizabeth Kapstadt Bilder 1

 

Nach unserer Rückkehr in die Tamapa Lodge haben wir die nächsten 3 Tage mit Tauchen und dem Nichtstun verbracht. Anschliessend fuhren wir für einen 2 Tagesausflug nach Mossel Bay. Hier wollten wir im Käfig mit den weissen Haien tauchen. Dies war ein voller Reinfall. Die ortansässige Crew wusste genau, dass diese Ausfahrt keinen Erfolg bringen wird und hat diese aus finanziellen Gründen doch durchgezogen. Wir haben jedenfalls über mehrere Stunden auf einem Katamaran an einer Boje geankert. Der Wellengang und die stinkenden Fischabfälle sorgten nicht unbedingt für ein absolutes Wohlbefinden auf dem Schiff. Alibi mässig wurde noch eine Robbenattrappe ins Meer geworfen. Wenn wir das mit unserer 2. Haitour in der False Bay vergleichen – ein himmelweiter Unterschied. Wir machten uns am Nachmittag wieder auf die Rückreise und verbrachten den Abend und die Nacht in Knysna. Wir hatten uns den Spass durch diesen Rückschlag nicht verderben lassen und feierten in gewohnter Manier unsere bis dahin tollen Ferien in Knysna. Am nächsten Morgen fuhren wir in den Tsitsikamma National Park um eine Canopy Tour zu machen. Bei der Canopy Tour gleitet man gut gesichert an Stahlseilen auf Rollen in einer Höhe von 30 m durch den Regenwald von Baum zu Baum. Es gibt insgesamt 10 Plattformen. Der längste Abstand zwischen 2 Bäumen ist 90 Meter. In Kombination mit der Höhe war es dem ein oder anderen nicht mehr ganz so wohl. Aber jeder der keine Höhenangst hat, sollte sich hier von Baum zu Baum schwingen. Ist echt ein cooles und sicheres Erlebnis.

Port Elizabeth Tour Bilder 1

 

Die letzten Tage in PE vergingen wie im Flug. Wir haben noch ein paar Tauchgänge gemacht und das Leben rund um die Tamapa Lodge genossen. So kam es wie es irgendwann in einem Urlaub kommen muss, dass der Tag der Abreise vor der Tür stand. Die Ocean divers brachten uns und das Gepäck an den Flughafen von PE und wir flogen via Johannesburg und Frankfurt zurück nach Zürich. Wir sind aber nicht alleine nach Hause geflogen, denn seit dieser Reise hat uns der Afrika Virus gepackt.

Danke noch an Bernd und Bine dass wir ein paar von ihren Fotos auf unserer Website verwenden dürfen.

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