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Port Elizabeth 2004/1

Port Elizabeth 2004 Teil 1

 

Südafrika war unsere 2. Reise mit den Happy Divers Asselfingen. Wir flogen von Zürich via Frankfurt nach Johannesburg und dann weiter nach Port Elizabeth welches von den Südafrikanern nur PE genannt wird. Unsere Reise sollte ein Mix aus Tauchen, Safari und kleinen Rundreisen werden. So gesehen, für 3 Wochen ein dichtes Programm an Aktivitäten. Nach der langen Anreise war in den ersten Tagen Erholung angesagt. Wir haben unsere ersten Tauchgänge gemacht und PE erkundet. Port Elizabeth hat inklusiv der Agglomeration ca 1.2 Mio. Einwohner und ist die fünftgrösste Stadt in Südafrika. PE ist von seiner Autoindustrie geprägt. Es wird auch das Detroit Südafrikas bezeichnet. Eine Industriestadt hat gewisse Reize, aber nicht zu viele so dass sich unsere Besuche mit der Zeit auf das abendliche Essen gehen beschränkten.

 

Port Elizabeth Anreise und PE Bilder 1

 

Gewohnt haben wir ca. 15 km östlich vom Zentrum am Bluewater Bay Beach in der Tamapa Lodge. Die Lage ist traumhaft. Ein kilometerlanger Sandstrand befindet sich direkt hinter den Dünen der Lodge. Hier kann man, je nach Jahreszeit, Wale beobachten. Das Guesthouse wird von Adriaan geführt und verfügt über 7 Zimmer. 2 dieser Zimmer befinden sich im 1 Stock und verfügen über einen Meerblick. Die anderen gehen entweder Richtung Strasse oder sind im Erdgeschoss und haben einen kleinen Balkon im Wintergarten. In dem Wintergarten gibt es einen kleinen Pool (wenn man dem so sagen darf) und eine Sitzgruppe zum relaxen. Alle Zimmer sind sauber und natürlich, wie das ganze Haus, im afrikanischen Stil eingerichtet. Man spürt das Herzblut welches Adriaan (Besitzer) hier investiert hat. Im 1. Stock befinden sich nicht nur die Gästezimmer sondern auch eine kleine Bar mit Terrasse sowie ein Grill. Selbstverständlichen haben wir den Grill benutzt und wie es sich gehört ein Braai (BBQ) gemacht. Die Fleischportionen in Südafrika sind legendär. Beilagen werden nur in kleinen Mengen konsumiert um genügend Platz für ein grosses Stück Fleisch zu haben. Es ist ein Genuss die verschiedenen exotischen Fleischarten wie Kudu, Strauss, Warzenschwein oder Impala auszuprobieren.

 

Port Elizabeth Tamapa Lodge Bilder 1

 

Eines unserer Hauptaktivitäten sollte das Tauchen vor PE sein. Unsere Anlaufstelle für unsere Tauchausflüge waren die Ocean Divers International. Da die Tauchbasis nicht direkt am Meer ist haben wir uns in der Basis umgezogen unser Equipment zusammengebaut und auf einem umgebauten Kleinlaster inklusive Anhänger mit Boot an den Hafen gefahren. Wenn wir so durch PE gefahren sind, möchte ich nicht wissen was die Bewohner gedacht haben. Im Hafen sind wir dann auf das Zodiak umgestiegen und samt Anhänger rückwärts ins Wasser gefahren. Nachdem in dieser Gegend der Indische Ozean noch sehr rauh sein kann, waren die Ausfahrten gelegentlich doch sehr abenteuerlich. Wenn wir vom Strand aus auf das Meer gefahren sind, ging es durch die oftmals starke Brandung hinaus und Schwimmwesten waren obligatorisch. Beim Tauchen hatten wir auf 10 Meter Tiefe des Öfteren eine Dünung und wir wurden durch die Strömung hin und her gespült. Leider waren dadurch auch die Sichtverhältnisse eingeschränkt. Wir wussten, dass die Haie da waren, konnten sie auch gelegentlich sehen, aber wir wussten es waren viel mehr von den Sandtigerhaien in unserer Nähe. Die Begegnungen mit den Sandtigerhaien gehörten dann auch zu den Highlights unserer Tauchgänge - mit ihrer imposanten Grösse und dem nicht all zu schönen Gebiss. Ansonsten gab es Unterwasser nicht mehr viel zu sehen.

Port Elizabeth Tauchen Bilder 1

 

Einer unserer ersten Ausflüge führte in den Addo Elephant National Park. Der Park liegt ca. 70 km östlich von PE. Zu unserer Zeit war der Park überwiegend von Elefanten bewohnt. Im Gesamten ca. 400. In der Zwischenzeit sind im Addo die „big five“( Elefant, Nashorn, Leopard, Afrikanischer Büffel, Löwe) zu Hause und der Nationalpark soll zum drittgrössten des Landes ausgebaut werden und bis ans Meer reichen und damit die „big-seven“ (zu den big five noch Wale und Weisser Hai) beheimaten. Wir haben uns einen Guide inklusive Jeep gemietet um den Park zu erkunden. Und natürlich haben wir Elefanten gesehen. Eigentlich haben wir bis auf ein paar Ausnahmen (Strausse und Impalas) nur Elefanten gesehen. Es war trotzdem sehr eindrücklich so viele Dickhäuter auf einmal zu sehen. In der Nähe des Addo Elefant National Park befindet sich noch eine Aufzuchtstation für Geparde. Hier hatten wir die Gelegenheit in eines der Gehege zu gehen und ausgewachsene Geparde zu streicheln. Geparde sind die einzigen Grosskatzen die schnurren wenn sie gestreichelt werden. Ihre Artverwandtschaft, wenn die Geparde ihre Streicheleinheiten abholen, zu unseren Hauskatzen ist unverkennbar, nur dass ihre Zunge und das Fell etwas rauher sind. Dies zählt zu den vielen bleibenden Eindrücke, welche Südafrika bei uns hinterlassen hat und uns immer wieder in diesen Erdteil zieht.

 

Port Elizabeth Addo Bilder 1

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