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Tourverlauf

südlich von Manila in Batangas und führte uns in den folgenden 10 Tagen über das Apo Reef bis nach Busuanga (Coron). Nach Weihnachten wechselten wir unseren Standort und verbrachten einschliesslich Silvester 5 spannende Tage in Hong Kong.
Unsere Anreise nach Manila via Doha mit der Qatar verlief ohne weitere Vorkommnisse. Ein Fahrer hat uns vom Flughafen abgeholt und brachte uns ins Dusit Thani Hotel. Hier sollten wir am nächsten Morgen abgeholt werden und nach Busuanga fahren. Leider wurden wir erst nach mehreren Anrufen bei Worldwide Dive and Sail (Betreiber der Siren Flotte) über den genauen Abfahrtszeitpunkt informiert. Dies war aber der einzige Wehrmutstropfen, den wir mit der Philippine Siren (unser Boot für die nächsten 10 Tage) erlebt hatten.
In Busuanga angekommen, wurden wir von der Crew mit einem Mittagessen empfangen, während unser Gepäck auf das Boot gebracht wurde. Die Philippine Siren ist eine ca. 40 m lange Pinisi (indonesischer Segelschoner) mit viel Flair und zu 100% auf Taucher ausgerichtet. So hat jeder, der max. 18 Taucher einen festen Platz für seine Ausrüstung. Es wurde auch an Schubladen für die Unterbringung der Kleinigkeiten wie zum Beispiel der Maske und ähnliches gedacht. Die Siren verfügt zusätzlich über ein Sonnendeck, eine am Heck befindliche "Dinning Area" sowie über einen Kameratisch mit vielen kleinen Extras. Beim Bau der Siren, ist an alles gedacht worden, was ein Taucher für einen angenehmen Tauchurlaub bracht. Ein gutes Boot ist aber nur die halbe Miete. Die Crew macht den eigentlichen Unterschied. Und hier hat Andrea (Cruise Director) mit ihrer Crew den Unterschied ausgemacht. Den Spass und den Stolz der Mannschaft, auf der Philippine Siren zu arbeiten, war richtig spürbar. So gab es Beispielsweise vor jedem Essen ein Briefing des Kochs, welches eher einer Zeremonie glich. Auch studierte die gesamte Mannschaft für uns Weihnachtslieder ein. Das Singen ist nicht unbedingt ihre Stärke, aber sie machten es mit einer Hingabe, dass es schon wieder genial war. Der Höhepunkt war und bleibt der Tanz an der Stange. 3 Mannschaftmitglieder hatten sich als Frauen verkleidet und Poledance vorgeführt. So ging an Weihnachten richtig die Post ab. Wir, die Gäste, hatten jedenfalls alle unseren Spass.
Philippine Siren 2011 Bilder 1

Nicht nur auf dem Boot, sondern auch Unterwasser wurde einiges geboten. Unsere ersten Tauchtage haben wir in der Nähe von Busuanga verbracht. Hier haben wir nur Macro Tauchgänge gemacht. Da die Sicht aufgrund der Unwetter im Süden eingeschränkt war, haben wir uns auf die kleinen Dinge konzentriert. Wir hatten das gesamte Spektrum an Kleintieren, welches das Korallendreieck zu bieten hat. Gefühlsmässig hat aber Indonesien die grössere Artenvielfalt im Macrobereich. Es ist aber immer noch überwältigend was die Unterwasserwelt in und um Busuanga/Anilao zu bieten hat. Nach 3 Tagen verliessen wir die Gegend und fuhren an das Apo Reef. Da dies eine weniger geschütztes Riff ist, spürten wir den Wellengang von den Unwettern im Süden. Das Boot schaukelte sich stellenweise recht stark auf. Dies lag auch an den fehlenden Stabilisatoren der Philippine Siren. Diese sollten im kommenden Sommer eingebaut werden. Am Apo Reef wird im Gegensatz zu Busuanga Anilao an Wänden getaucht. Wir hatten richtig Glück. Sichtweiten von 30 Meter und mehr waren drin. Auch sahen wir seit langer Zeit mal wieder in Grösserer Zahl Riffhaie, Schildkröten und der Gleichen. Man hatte das Gefühl hier ist die Welt noch in Ordnung. Wären da nicht die Dynamit Fischer gewesen. 4 Mal haben wir die Bombenexplosionen Unterwasser gespürt und gehört. Die Explosionen sind nicht zu überhören und gehen durch den ganzen Körper. Die Crew hatte umgehend die Ranger informiert. Dynamit fischen ist auf den ganzen Philippinen strengstens verboten. Da aber Weihnachten war und keiner der Ranger wahrscheinlich so richtig Lust auf Arbeit hatte, gehen wir davon aus, dass die Dynamit Fischer entkommen konnten.
Den letzten Teil unserer Tauchreise haben wir in und um Coron verbracht. Coron war im 2. Weltkrieg ein wichtiger Flottenstützpunkt der Japaner. Durch die vielen Buchten um Coron bot sich hier ein grosser natürlicher Hafen. Im Jahr 1944 haben dann die Amerikaner einen beachtlichen Teil der hier vor Anker liegenden japanischen Schiffe versenkt. So bietet Coron eine Vielzahl an gut betauchbaren Wracks in einer Tiefe bis zu 30 Meter. Hauptsächlich handelt es sich um Versorgungsschiffe (Frachter) mit einer Länge von ca. 150 Meter. Leider hatten wir Unterwasser aufgrund der Unwetter im Süden keine gute Sicht. So gab es keine Möglichkeit schöne Weitwinkelaufnahmen von den Wracks zu machen. Durch die Frachträume der grossen Schiffe zu tauchen war aber trotz der eingeschränkten Sichtverhältnisse ein eindrückliches Erlebnis.
Die grossen Wracks zu erkunden war schon eine tolle Erfahrung, aber das Ganze wurde am letzten Tag noch getoppt. Wir tauchten in einem Süsswassersee, welcher von einer heissen Quelle gespeist wird. Die Wassertemperatur steigt bis in einer Tiefe von 30 Meter kontinuierlich auf bis zu 37 Grad an. Unter dieser 30 Meter Schicht beginnt dann eine kältere Salzwasserschicht. Der See ist bewohnt von kleinen, aber zutraulichen Krebsen, Welsen und mir nicht bekannten Fischen. Es war das erste Mal, dass wir in einer Badehose tauchen konnten und dabei noch ins schwitzen gekommen sind. Der Tauchgang war so einzigartig, dass er sicher sehr lange im Gedächtnis bleiben wird.
Philippine Siren 2011 Bilder 2

Im Gedächtnis wird uns auch die Abreise aus Coron bleiben. Unser Rückflug nach Manila war gegen 15 Uhr vorgesehen. Durch Zufall haben wir erfahren, dass sich der Rückflug um ca. 2 Stunden verspäten würde. Somit könnte es für unseren Weiterflug nach Hong Kong, der nur wenige Stunden später hätte erfolgen sollen, noch eng werden. Da Coron nur über einen kleinen Provinzflughafen in einer Wellblechhütte verfügt, haben sich die folgenden Stunden noch sehr spannend entwickelt. Der junge Herr, welcher am Check-in arbeitete verfügte über keinen Computer noch hatte er ein Telefon. So musste er alle die auf ihn zukommenden Probleme mit seinem eigenen Handy bewältigen. Und es waren einige Probleme, welche er noch zu bewältigen hatte. Nachdem unser Flug nach Manila immer mehr auf unsicheren Beinen gestanden hat, haben wir uns entschlossen den Flug zu stornieren und am benachbarten Schalter der Cebu Pacific einen neuen Flug zu buchen. Zum Glück hatten wir noch genügend Cash. Den bezahlt werden musste in bar; keine Kreditkarten. Es gab auf dem ganzen Flughafen keinen Geldautomaten oder sonst eine Möglichkeit Bargeld zu beziehen. Dies bedeutete die letzten Kröten zusammenzählen. Als ich nach zähen Verhandlungen (musste die Gesellschaft noch nach unten handeln, da ich nicht genügend Cash hatte) gerade am bezahlen der Flugtickets war, kam die Durchsage, dass unser ursprünglicher Flug ersatzlos gestrichen wurde. Der Grossteil der Siren Gäste war nun in Coron gestrandet und hatte die Nacht in einer gewöhnungsbedürftigen Unterkunft verbringen müssen. Einige hatten ihre Flüge nach Amerika verpasst und mussten sich für den nächsten Tag neue Tickets für die Heimreise besorgen. Ein teures Vergnügen, da der Ersatz der alten Tickets nur eingeschränkt durch die philippinische Airline gedeckt ist. Wir waren trotzdem glücklich auf dem Flug nach Manila sein zu können, zwar ohne Cash und ohne die Gewissheit unseren Flug nach Hong Kong noch erreichen zu können. Wir landeten dann 45 Minuten vor dem Weiterflug nach Hong Kong in Manila auf dem Domestic Airport. Nun ging es schnell zur Gepäckausgabe und dann zum nächsten Geldautomaten. Schliesslich brauchten wir noch Cash für das Taxi und die Ausreisegebühren. Leider hatten wir vergeblich versucht aus 3 verschiedenen Automaten Geld zu beziehen und die Uhr tickte unaufhaltsam und unerbarmlich. Schliesslich hatten wir noch 50 Euro die wir dann schnell umwechselten. Die Fahrt vom nationalen in den internationalen Teil des Flughafens dauert mit dem Taxi am Abend ca. 20 Minuten. Wir hatten unserem Taxifahren ein ordentliches Trinkgeld versprochen, wenn er uns so schnell wie möglich zum internationalen Teil bringen könnte. Er hatte sein Trinkgeld verdient mit viel Gehupe und dem Ausnützen der kleinsten Lücke hatten wir es in 10 Minuten geschafft. Es verblieben noch 20 Minuten bis zum take off. Und das Glück war uns treu geblieben. Der Cathay Pacific Check-in war noch offen und sie hatten uns nicht mal etwas für unser Übergepäck berechnet. Den nach der Taxifahrt hatten wir genau noch soviel Cash um die Ausreisegebühr zu bezahlen. Also wieder pleite. Der Flug nach Hong Kong war nach 1.5 Stunden zu Ende und wir um eine Reisestory reicher. Ein stressiger Tag ging zu Ende aber alles lief schlussendlich nach Plan.
Philippine Siren 2011 Bilder 3

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Philippine Siren 2011

Hong Kong  2011/12>>

Hong Kong  2011/12>>

Philippine Siren 2011
Batangas – Busuanga (Coron) Tour

Weihnachten 2009 haben wir zum ersten Mal in den Tropen verbracht. Wir waren in Manado im Minahasa Lagoon Resort. Am 24.12. waren wir bei angenehmen 30 Grad tauchen. Den Weihnachtsabend haben wir mit Freunden in einem Dschungelrestaurant samt leckerem indonesischem Buffet verbracht. Weihnachten 2011 wollten wir, wie 2009 in ungezwungener Atmosphäre verbringen. Nur mit dem Unterschied, dass wir uns dieses Mal für ein Boot entschieden hatten. Unsere Reise führte uns auf die Philippinen. Die Tour, für welche wir uns entschieden hatten, begann 3 Autostunden