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Von Keetmanshoop bis Fish River Canyon

 

Die Nacht und der nächste Morgen waren recht kühl mit einer kalten Bise, was uns veranlasste, die aufgehende Sonne regelrecht aufzusaugen. Mit der Sonne klettern die Temperaturen am Morgen recht schnell, dass 1 Stunde nach Sonnenaufgang es wieder angenehm warm war. Vor unserer Weiterreise haben uns die freilaufenden Pferde der Farm begrüsst. Irgendwie ist hier alles sehr friedlich und man kann gar nicht anders als abschalten und geniessen. Die heutige Etappe führte uns über Seitenstrassen, sogenannte D Pads, an den Fish River Canyon. Hier im Süden spürt man die Einsamkeit. Erst nach einer gefahrenen Strecke von 210 km kam uns mal wieder ein Auto entgegen. Wie bei jeder Sehenswürdigkeit in Namibia wird auch hier eine Gebühr erhoben. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon der Zweitgrösste auf der Welt. Sicher ist dieser nicht ganz so imposant aber auch ganz schön eindrücklich und absolut sehenswert. Für eine Wanderung im Canyon muss man mindestens 2-4 Tagen Zeit haben. Vorab muss mit einem ärztlichen Attest eine Genehmigung in Windhoek eingeholt werden. Anschliessend darf mit einem Guide durch den Canyon gewandert werden. Wir haben stattdessen in der Nähe des Canyons einen wunderschönen Campingplatz gefunden. Dies war einer von vielen Plätzen, welchen wir für uns ganz alleine hatten und dazu noch in einer imposanten Landschaft.

Rundreise 2011/1

Namibia Rundreise 2011

Namibia stand schon seit Längerem auf unserer “to do“ Liste. Wir waren uns nur nicht ganz sicher welches nun die beste Reisezeit ist. Wir haben uns dann schlussendlich für den Mai / Juni entschieden. Die Regenzeit ist dort seit über einem Monat zu Ende und die Tage sind nicht so heiss (zwischen 20 und 30 Grad), für die ganzen Aktivitäten welche wir geplant hatten. Dafür sind die Nächte in dieser Jahreszeit recht kühl. Temperaturen von 5 Grad waren keine Seltenheit. Mit der richtigen Campingausrüstung und warmen Schlafsäcken ist der Mai absolut empfehlenswert. Hinzu kommt, dass wir entgegen allen Empfehlungen keine einzige Reservierung auf den Campingplätzen vornehmen mussten. Wir haben immer einen Platz erhalten. Oftmals – ausgenommen an den grossen Touristenattraktionen wie Sossusvlei oder Etosha – waren wir alleine auf den Campingplätzen. Aber dazu später mehr.

Unsere Reise nach Namibia begann etwas hektisch. Aufgrund einer kleinen Verspätung aus Zürich hatten wir in Frankfurt gerade noch 35 Minuten Transferzeit (inkl. Terminalwechsel sowie neuen Tickets ausstellen lassen) um unseren Anschlussflug nach Windhoek zu erreichen. Joggen mit je fast 15 Kilo Handgepäck ist richtig anstrengend. Es hat jedenfalls gereicht, für uns und das Gepäck. Da Air Namibia an Bord gute südafrikanische Rotweine ausschenkt war für die nötige Nachtruhe gesorgt und wir kamen ausgeruht in Namibia an. Am nächsten Morgen wurden wir am Flughafen Windhoek von der Autovermietung Savanna zur Auto Übergabe abgeholt. Vor der Autovermietung wartete schon ein Toyota Hilux mit einem Dachzelt und kompletter Campingausrüstung auf uns. Anschliessend galt es noch unsere Einkaufsliste abzuarbeiten, damit unser grosses Abenteuer Namibia beginnen konnte.

 

Route 2011

 

Von Windhoek bis Keetmanshoop

Die erste Nacht haben wir noch in Windhoek verbracht. So konnten wir in aller Ruhe unser Auto mehrmals aus- und einladen, bis alles so verstaut war, wie wir es schlussendlich wollten. Am nächsten Morgen ging es dann los. Genau genommen, bis zum Stadtrand von Windhoek. Denn da bemerkten wir, dass etwas mit der Kupplung nicht stimmte. Und hier hat Savanna zum ersten Mal bewiesen, dass sie ein hervorragendes Beschwerde- und Problemmanagement hat. Alle Anliegen wurden sofort zu unserer vollsten Zufriedenheit aufgenommen und erledigt. Hut ab. Das Auto wurde ausgetauscht und unsere Reise konnte mit 1 ½ Stunden Verspätung starten. Wir fuhren auf der B1 nach Süden. Diese ist eine der am meist befahrenen Strassen in Namibia. Um eine Vorstellung zu erhalten, was in Namibia stark befahren heisst. Das Verkehrsaufkommen entspricht etwa dem einer voll gesperrten Strasse bei uns. So konnten wir uns schon einmal darauf einstellen, was uns erwartet. Unendliche Weite wie auch menschenleere Strassen und Landschaften. So kam es, dass auf dem ersten Streckenabschnitt Warzenschweine und Paviane vor uns die Strasse überquerten. Wildwechsel sollten wir in den nächsten Wochen noch öfters erleben.

 

 

Rundreise 2011 Bilder 1

 

Das Ziel für den ersten Tag hiess Hardap Dam. Der grösste Stausee Namibias. Hier besuchten wir den Hardap Dam Nationalpark, welcher rund um den See angelegt ist. Bei der Durchfahrt haben wir unsere erste Kobra auf der Strasse gesehen, welche mit gespreiztem Schild die Flucht ergriff. Hier haben wir dann das erste Mal unser Zelt aufgeschlagen. Zur Beruhigung, nicht neben der Kobra, sondern auf dem Campingplatz. Das Aufstellen der gesamten Campingausrüstung konnten wir gegen Ende der Reise auf ca. 10 Minuten reduzieren. So blieb mehr Zeit für unser abendliches Ritual nach dem Aufstellen. Ein paar kühle Savanna bzw. Windhoek Lager trinken. Das hatte schon Stil. Alleine in der Wildnis den Sonnenuntergang betrachten – kühle Getränke - das Feuer brennt, das Fleisch für das all abendliche Braa (Bezeichnung für das Barbecue im südlichen Afrika) liegt bereit und der Rotwein atmet auch schon.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter auf der B1 nach Süden. Der Reiseführer hat uns schon gewarnt, dass die ersten 200 Kilometer sehr eintönig werden. Dies war dann auch der Fall. Immer gerade aus durch flaches Land. Um die eintönige Fahrt zuunterbrechen haben wir uns entschieden, einen Abstecher an den Brukkaros Krater zu machen. Die Auffahrt zum Berg ist nur mit einem Offroader zu bewältigen und war für uns die Gelegenheit unser Gefährt mal zu testen. Nur so viel; es macht Spass. Wir sind relativ schnell weiter gefahren, da wir noch zu den Köcherbäumen bei Keetmanshoop wollten. Die Bäume befinden sich auf einer Farm östlich von Keetmanshoop an der C17. Ebenfalls auf dem Farmgelände befindet sich der Giants playground. Der Spielplatz der Riesen trägt seinen Namen zu Recht. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass hier Riesen mit Felsen gespielt haben und diese willkürlich aufeinandergestapelt haben. Eine sehr faszinierende und eindrückliche Landschaft. Zurück am Farmhaus konnten wir noch die Fütterung der Geparden miterleben. Anschliessend haben wir uns auf dem Campingplatz eingerichtet und die Köcherbäume in der untergehenden Abendsonne genossen. Natürlich gab es wieder unser abendliches Ritual. Das Zebra hat uns aber nicht so wirklich geschmeckt.

Rundreise 2011 Bilder 2
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