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Tafelberg

Mit der Idee auf den Tafelberg zu fahren waren wir nicht die Einzigen. Da das Wetter die Tage davor keinen Ausflug auf den Tafelberg zugelassen hat, stauten sich die Touristen jetzt welche ebenfalls auf besseres Wetter gewartet haben. Wir mussten ca. 1 Stunde anstehen um mit der Gondel endlich auf den Tafelberg fahren zu können. Stellenweise war dies eine echte Geduldsprobe. Wir brauchten relativ viel Nerven mit einem Rudel Japaner. Wie bekannt treten diese als dichtgepresste Gruppe auf. Irgendwie verhaken die sich alle ineinander, drehen sich wie ein Schwarm Sardinen bei Gefahr im Kreis und bewegen sich dabei nach vorne. Den Vergleich habe ich aufgrund des Mundgeruches einiger Teilnehmer dieser Gruppe gewählt. Oben angekommen wurden wir für das Vergangene entschädigt. Uns bot sich ein atemberaubender Ausblick auf Kapstadt und die Umgebung. Es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Die Luft war trocken und klar. Im Süden konnte man sogar das Kap der Guten Hoffnung erahnen. Nur der Wind wehte relativ stark an der vorderen Kante des Tafelberges.  Viele Besucher zogen es vor in der Nähe der Gondelstation zu bleiben. Dementsprechend war in diesem Teil des Tafelberges auch am meisten los. Je weiter man sich von der Bergstation entfernte, desto weniger Touristen traf man an. Auf dem Plateau darf man sich nur auf den gekennzeichneten Routen bewegen. Die Tier- und Pflanzenwelt auf und um den Tafelberg gehört zum gleichnamigen Nationalpark und ist demzufolge geschützt. Bei gutem Wetter sollte dieser Ort von jedem Kapstadttourist aufgesucht werden. Bis zum Schluss unserer Reise zeigte sich das Wetter nun von seiner besseren Seite. So nutzen wir die darauffolgenden Tage für die „grösseren“ Touren, welche wir geplant hatten.

Kapstadt 2008/2

Kapstadt Tafelberg Bilder 1

 

Kaphalbinsel

Eine dieser Touren führte uns, wie bei unserem 1. Aufenthalt in Kapstadt, an das Kap der Guten Hoffnung. Wir starteten Richtung Süden nach Muizenberg. Von dort ging es weiter an der False Bay entlang nach Fishhoek und weiter nach Simon’s Town. Hierher sollten wir noch ein weiteres Mal kommen. In Simon’s Town ist Chris Fallows zuhause. Chris ist einer der bekanntesten Forscher von weissen Haien und bietet Bootsausfahrten, zu den Jagdrevieren der Haie, an. Mehr dazu später. Kurz hinter Simon’s Town befindet sich Boulders. Boulders ist bekannt für seinen Strand mit den dort lebenden Pinguinen. Die Tiere haben hinter dem Strand in den Büschen ihre Nester für die Aufzucht ihrer Jungen. Die Nester sind eigentlich Erdlöcher unter den Büschen. Wie bei uns Menschen kommt es auch bei den Pinguinen vor, dass wenn man zu dicht aufeinander baut, es zu Streitigkeiten kommen kann. Bei genauer Beobachtung kann man diese Parallelen zu uns Menschen nicht verleugnen. Wenn man den Pinguinen dann noch Namen von Bekannten und Freunden gibt, wird die Sache auch noch richtig lustig. Nachdem wir uns eine Zeitlang amüsiert hatten ging unsere Fahrt weiter Richtung Süden. Mit jedem Kilometer den wir uns von Simon’s Town entfernten, lies die Besiedelung nach. Man bekam das Gefühl man fährt ans Ende der Welt. Die rauhe Natur und die Einsamkeit in dieser Region sind überwältigend. Das Kap der Guten Hoffnung ist wie der Tafelberg ein Nationalpark und so musste vor dem Befahren eine Nationalparkgebühr entrichtet werden. Vor dem Kap befindet sich ein Parkplatz. Dieser Parkplatz ist die Heimat von Pavianen, welche von den Touristen leben. Man sollte keine Lebensmittel oder Getränkeflaschen offen herumtragen. Die Paviane sind versierte Diebe und klauen alles was ihnen in die Finger kommt. Zum Leuchtturm am Kap der Guten Hoffnung für eine Bahn oder ein ca. 30 minütiger Fussmarsch hinauf. Von dort kann man bis an den Endpunkt des Kaps blicken. Es lohnt sich auch bis ganz nach Vorne zu gehen. Die Eindrücke die man hier gewinnt kann man nur schwer beschreiben. Man muss diese selbst erlebt haben um die Faszination Kap begreifen zu können. Die Rückfahrt nach Kapstadt machten wir auf der „Atlantikseite“. Die Strände entlang unserer Route waren an Wildheit nicht zu überbieten. Endlos lang und breit, mit hoher und rauher See die auf die Strände einschlug. Der grösste dieser Strände ist bei Kommetjie kurz vor dem Chapman‘s Peak Drive. Dieser Teil unserer Route gehört zu den schönsten Strassen der Welt. Am Anfang blickt man noch auf den endlosen Sandstrand von Kommetjie und dann zieht sich die Strasse in engen Kurven an Felswänden entlangt. Links der rauhe Atlantik und rechts die Felswand. Eigentlich muss man diesen Streckenabschnitt mit dem Motorrad fahren. Der Rest der Tour ist eigentlich schnell geschrieben. Obwohl nicht weniger eindrücklich ging es von Hout Bay weiter an den 12 Aposteln vorbei nach Kapstadt.

Kapstadt Kaphalbinsel Bilder 1

 

Rundflug

Schon vor unserer Reise nach Kapstadt wussten wir, dass wir die Kap Tour nicht nur mit dem Auto fahren werden. Geplant war unter anderem ein Helikopter Rundflug über Kapstadt und die Kaphalbinsel. Wir starteten unseren Rundflug hinter der Waterfront am Hafenausgang. Schon beim Abheben bot sich uns ein fantastischer Blick auf Kapstadt mit dem Tafelberg im Hintergrund. Wir flogen Richtung Süden. Vorbei an dem, noch im Bau befindlichen, Green Point Stadium, weiter Richtung Camps Bay an den 12 Aposteln entlang. Die Kulisse war einmalig. Da unser Flug erst am Spätnachmittag begann, wurden die Berge von der sich im Untergang befindlichen Sonne angestrahlt und in ein perfektes Licht gesetzt. Bei Hout Bay überquerten wir die Halbinsel und steuerten auf Fishhoek zu. In der False Bay auf der Höhe von Simon’s Town hatten wir eine Walsichtung. Leider war dies aus eine Höhe von 1‘500 Fuss und von kurzer Dauer. Der Flug führte uns weiter der Küste entlang nach Süden. Ca. 10 Minuten später waren wir am Kap. Die ganze Gegend war uns vom Vortag bestens vertraut. Wir flogen noch eine Schleife, machten ein paar Fotos und Filmaufnahmen und flogen dann zurück. Der Pilot machte uns schon vor dem Abflug darauf aufmerksam, dass wir auf der Kaphalbinsel mit einem Wetterwechsel rechnen müssen. Von Westen zogen nun Wolken über die Berge. Es sah aus wie Wasser das über eine Kante hinunter stürzt – beleuchtet von der untergehenden Sonne. Hier kam sogar der Pilot ins schwärmen. Bei Muizenberg haben wir die Kaphalbinsel verlassen und sind über den östlichen Teil von Kapstadt geflogen, den Tafelberg immer zu unserer linken Seite. Wir flogen noch eine weitere Schleife und waren anschliessend schon wieder an unserem Ausgangspunkt zurück. Schade, so schnell kann eine Stunde vorüber sein.

Kapstadt Rundflug Bilder 1

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