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Bonaire 2006

Bonaire

Unsere 1. gemeinsame Karibikreise führte nach Bonaire. In Taucherkreisen wird immer viel über die Möglichkeit des „Non-Limit Shore Diving“ auf Bonaire geredet. Wenn man es mal erleben durfte, merkt man erst einmal den Zwang den einem sonst so von manch einer Tauchbasis auferlegt wird. Nach einem ausführlichen Briefing inkl. Einweisung in die Verhaltensregeln auf Bonaire, kann man tauchen so oft und wann man möchte. Bonaire – divers paradise – so steht es schon auf den Autokennzeichen.

 

Nachdem Bonaire  eine besondere Gemeinde der Niederlande ist, bietet KLM tägliche Flüge auf die niederländische Antillen an. Geflogen wird mit einer in die Jahre gekommener MD11. Allgemein lässt sich zu KLM nur eines sagen. Eine Billig Airline, welche nur aufgrund der Anbindung und des Preises für Bonaire empfohlen werden kann. Auf Bonaire haben wir uns im Bonaire Plaza Hotel einquartiert. Das Hotel befindet sich, Luftlinie ca. 700 m vom Flughafen entfernt. Da der Flughafen nur wenig frequentiert ist, ist die Lärmbelästigung gering. Nur ein Flug ist störend. Die Nachtmaschine der KLM aus Lima, welche um 3.00 Uhr nachts auf Bonaire zwischenlandet. Nichts desto trotz kann man das Bonaire Plaza Hotel uneingeschränkt empfehlen, Die Zimmer sind grösser, wie manch eine 3 Zimmer Wohnung bei uns. Die gesamte Anlage ist sauber und das Frühstücksbuffet ist ausreichend und lässt keine Wünsche offen. Da das Hotel nur ca. 3 Kilometer von der Hauptstadt Kralendjk entfernt ist, empfiehlt es sich jeden Abend auswärts essen zu gehen. Die unzähligen Restaurants bieten eine grosse Auswahl an Möglichkeiten sich zu verpflegen und das karibische Flair aufzunehmen.

 

Bonaire 2006 Bilder Land 1

 

Die ersten Tage auf Bonaire gingen wir mit den Tucan Divers tauchen. Wir fuhren regelmässig auf die Nachbarinsel Klein Bonaire mit seinen rund 25 Tauchplätzen. Hier kann nur vom Boot aus getaucht werden und es bot uns die Möglichkeit sich wieder an die Unterwasserwelt zu gewöhnen. Die kleine, bietet wie die grosse Insel eine grosse Anzahl von Röhrenschwämmen. Auch trifft man riesige und gesunde Korallengärten an. Nichts von El Nino wie auf den Malediven. Wie immer hat eine Medaille zwei Seiten. Abgesehen von einem standorttreuen 1,5 m. Baracuda bei der Hilma Hooker und ein paar 2 m. grossen Tarpone hatten wir keine grösseren Fische. Aber es hatte genug von den kleineren Fischen und Lebewesen in den Korallen. So mussten wir halt nur näher hin schauen um die Schönheit der Unterwasserwelt erkunden zu können.

In der zweiten Woche waren wir nur noch mit dem Pick-up tauchen. Schon cool. An der Tauchbasis stehen 24 Stunden am Tag Flaschen zur Verfügung. Man nimmt sich einfach so viele wie man braucht und stellt die leeren Flaschen wieder zurück. Dies erfordert aber auch ein gesundes Mass an Selbstverantwortung in der Tauchgangsplanung und der Durchführung. Vor der Abreise nach Bonaire hatten wir uns noch ein Buch mit der Beschreibung der Tauchplätze gekauft. Dies erwies sich als eine sehr gute Entscheidung. Somit waren wir bestens informiert was uns Unterwasser erwartet. Bonaire selbst verfügt über ca. 60 Tauchplätze welche von Land aus betaucht werden können. Jeder Tauchplatz ist von der Strasse her, mit einem gelben Stein und dem Namen des Tauchplatzes, markiert. Abgesehen von den Top Spots, wie zum Beispiel das Wrack Hilma Hooker, taucht man alleine an den Plätzen. Da die Autos in diesen Fällen auch alleine und ohne Aufsicht am Strassenrand stehen, wird auf Bonaire auch vor Dieben gewarnt. Es wird angeraten keine Gegenstände im Auto liegen zu lassen. Die Türen sollte man auch nicht schliessen, da sonst die Scheiben eingeschlagen werden um zu schauen ob doch nicht noch etwas im Auto sein könnte. Wir und die anderen Gäste hatten uns an die Regel gehalten und so hatten wir auch von keinem einzigen Zwischenfall gehört. Für uns war es ein eindrückliches Erlebnis, auf eigene Faust in dieser einmaligen Gegend zu tauchen. Die meisten Tauchgänge absolvierten wir im südlichen Teil der Insel. Also von Kralendjk Richtung den Salzgewinnungsanlagen bis rüber zum Leuchtturm. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen den wohl bekanntesten Spot Bonaires aufzusuchen, die Hilma Hooker.

Bonaire 2006 Bilder Unterwasser 1

 

Bonaire ist nicht nur für Tauchbegeisterte ein tolles Reiseziel. Auch das Land selbst hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Aufgrund des spärlichen Niederschlags und des trockenen Bodens ist Bonaire vegetationsarm. Hauptsächlich ist die Insel mit Kakteen, Agaven und Aloe bewachsen. Bekannt ist Bonaire unter anderem für ihre Dividivi Bäume. Der Wuchs der Bäume ist sehr stark von den dortigen Winden geprägt. Am Wachstum kann man erkennen woher der Wind bläst. Im Süden wurden für die Salzgewinnung viele Seen angelegt. Hier lebt der wohl bekannteste Vogel der Insel. Der rote Flamingo. Leider liessen uns die Vögel nicht zu nahe kommen um schöne Portraitaufnahmen zu machen. Da waren die freilebenden Esel und Ziegen, welche ebenfalls in dieser Gegend leben, schon wesentlich aufgeschlossener. Der Norden der Insel ist im Vergleich zum Süden ein wenig hügeliger. Dort befindet sich auch der Washingon National Park. Die Strassen im Park sind für einen normalen PKW eine Herausforderung. Aber das macht ja auch so abgelegene Parks aus. Der Park selbst ist geprägt von Kakteen und massenhaft Eidechsen. An einem Parkplatz wurden wir regelrecht von den Echsen überrollt. Kaum angehalten und die Türen aufgemacht, kamen die Eidechsen aus den Büschen auf uns zugerannt und bettelten nach Essen. Ob im Süden oder Norden. Bonaire hat ein unglaubliches Flair. Die Rauheit der Natur mit der aufgewühlten Küste im Osten, oder der Sanftheit der Strände im Westen macht Bonaires Natur zu einem echten Paradies. Nicht zu vergessen ist das einmalige karibische Flair der Menschen und der Gebäude. Die bunte Bemalung der Häuser, die karibische Musik, die ungezwungene und lockere Lebensart der Menschen lässt einen den Alltag aus Europa schnell vergessen.

 

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Bonaire 2006 Bilder Land 2

 

An Bonaire hat einfach alles gepasst. Das Tauchen, die Menschen und die Natur haben zu einem unvergessenen Erlebnis beigetragen.